Schöne Grüße aus dem Hinterhalt

Birn out!

Sink positiv!

Pressestimmen zum Programm: "Schöne Grüße aus dem Hinterhalt"

Ohne Frage: "Volksdampf" hat in Mehrstetten gezeigt, dass sie nach wie vor zu den besten Kabarettisten in Baden-Württemberg zählen.                                                                                                                                                          

(Südwestpresse - Mehrstetten)


Feines, anspruchsvolles Kabarett. Die drei Darsteller begeisterten mit einer witzigen, geistreichen, intelligenten und anspruchsvollen Kabarettvorstellung. Mit Musik, frechen Liedern und viel Selbstironie zogen die drei Oberschwaben ihr Publikum von Beginn an in den Bann.                                                                                                    

(Schwäbische Zeitung – Bermatingen)


Kabarettisten-Trio überzeugt mit intelligentem Programm im Milchwerk Radolfzell. Das humoristische Mundart-Trio „Volksdampf“ begeisterte das Publikum im Milchwerk in Radolfzell. Dabei überzeugte das Trio mit feinsinnigem Spott und digitaler Fundamentalkritik. Das Volksdampf-Programm „Schöne Grüße aus dem Hinterhalt“ ist heilsam, auch wenn die Aufführung schwere Nebenwirkungen auf den Lachmuskel zeigen.                              

Südkurier - Radolfzell)


Da bleibt kein Auge trocken -  Mit einem herrlich schrägen Programm über die wirklich wichtigen Themen des Lebens überzeugen die Mitglieder des Musikkabaretts Volksdampf das Publikum im Kulturkessel. Dass Lisa Greiner, Suso Engelhart und Reiner Muffler ihr anfänglich gestecktes Ziel locker erreicht haben zeigt tosender Applaus, vor Lachen tränende Augen und laute Zugaberufe. Die Grüße aus dem Hinterhalt – ein absolutes Muss!

(Südkurier - Markdorf)


Statt wildem Klamauk, affigen Grimassen und schnelllebigen Gags, die man sofort wieder vergessen hat, bietet Volksdampf dem Volk Philosophie vom Feinsten – anspruchsvolle Gedanken in einfachen Worten. Schwäbisch, aber für jeden verständlich

(Schwäbische Zeitung – Laichingen)


Volksdampf bringt frische Luft in den Muff.

(Schwäbische Zeitung - Ravensburg)


Lust auf intelligent-witziges, musikalisch facettenreiches Kabarett mit Volksdampf? Ein Volltreffer, wie das Publikum zum Schluss in der "Mühle" klarmacht. Der Applaus will und will nicht abreißen.

(Schwäbische Zeitung - Friedrichshafen)


Gegen Dumpfvolk hilft Volksdampf.

(Südkurier - Friedrichshafen)


"Hinterhältige“ Kleinkunst vom Feinsten hat am Samstagabend die Zuschauer im ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus in Tannhausen begeistert.

(Schwäbische Zeitung - Bad Waldsee)


Unter dem Sammelbegriff "Volksdampf" bieten sie seit 32 Jahren blitzgescheites, rabenschwarzes Musik-Kabarett und lassen dabei, zusammen mit dem begeisterten Volk, so richtig Dampf ab.... Aber nicht nur als Verbal-Akrobaten sind sie top – zu ihrer wahren Meisterschaft laufen sie auf, wenn ihre Instrumente ins Spiel kommen. Gehören Geige, Banjo, Mandoline und akustische Gitarre noch zu den herkömmlichen Saiteninstrumenten, die man in jedem besseren Ensemble vorfinden kann, so ist das 70-Liter-Mülltonnen-Schlagwerk einsame schwäbische Spitzenklasse.

(Schwärzwälder Bote - Horb)


Zu fett für den Amoklauf (Presse zur Vorpremiere)

Oberteuringen -  „Grüße aus dem Hinterhalt“: Volksdampf mit der Vorpremiere des neuen Programms in der Mühle Oberteuringen

Autor: Harald Ruppert Kulturredakteur Friedrichshafen

Gegen Dumpfvolk hilft Volksdampf. Das gilt seit 32 Jahren. Hingeschrieben ist diese Zahl schnell. Aber was es bedeutet, so lange mit immer neuen Bühnenszenen am Ball zu bleiben, kann man sich kaum vorstellen. Nun haben Reiner Muffler, Lisa Greiner und Suso Engelhardt wieder einen neuen Schuss im Rohr, und der Mühle Oberteuringen wurde am Samstag die Ehre der Vorpremiere zuteil: Vor ausverkauftem Saal gaben Volksdampf die allererste Vorstellung ihres Programms „Grüße aus dem Hinterhalt“.


Hinterhältig waren Volksdampf ja schon immer. Wenn sie dir aus der Seele sprechen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie dich gerade auf die Schippe nehmen. Daran hat sich nichts geändert. „Früher war es für die Kinder blöd, mit den Eltern zusammenzuwohnen. Heute ist es für die Eltern blöd“, sagt Reiner Muffler und die älter gewordenen Kinder von damals zeigen mit ihrem spontanen Beifall, dass sich ja überhaupt nichts geändert hat. Nur waren sie eben früher von ihren Eltern genervt, heute sind sie es von ihren Kindern. Nabelschau bleibt Nabelschau. So schnell geht man Volksdampf auf den Leim, erliegt man Steckschüssen, die von hinten durch die Brust ins Kleinhirn dringen.
Dauernde Miesmacherei bringt nichts. Lisa Greiner hat recht. Man muss im Negativen auch das Positive sehen. Im Fall     dieser Kids etwa, die den ganzen Tag am Bildschirm vor dem Egoshooter-Spiel sitzen und virtuelle Massaker anrichten: „Die sind vielleicht zu fett. Aber sie sind auch zu fett für einen Amoklauf.“
Das ist ziemlich schwarzer Humor, natürlich. Aber diese Schwärze ist verständlich. Die Zukunftsaussichten der drei in die Jahre gekommenen Kabarettisten haben immerhin schon ein bisschen den dunklen Teint von Friedhofserde. Zum Glück hat Gevatter Tod noch für jeden den Schlussstrich auf passende Weise gezogen: „Der Schaffner liegt in den letzten Zügen. Der Gynäkologe scheidet dahin. Das Busenwunder nippelt ab.“ Und Volksdampf packen solche Sprüche in einen Totentanz, in dem Lisas Kammermusik-Geige und Reiners Folk-Gitarre von Susos Mülltonnenbeat angetrieben werden. Der Rhythmus ist gelinde gesagt verquer, aber das gehört dazu: Was da (ganz bewusst!) aus dem Tritt gerät, ist wohl der Tod persönlich; er tanzt mit einem Pferdefuß.
Es dürfte wenige Kabarettisten geben, die nicht auf den hohen Wellen surften, die der Bischof von Limburg beim Bad in seiner 170 000-Euro-Badewanne aufwühlte. Meistens waren es bequeme Trittbrettfahrer-Witze, die auf die allgemeine Empörung aufsprangen. Volksdampf wagt es, diesen billigen Mechanismus aufzuhebeln: Das Trio nimmt die Entrüsteten  selbst in den Blick. Lisa Greiner redet sich in eine Entrüstungshysterie hinein, schimpft einen imaginären Skandal herbei, der immer absurder wird, aber durch die Erregung auch immer mehr zur Tatsache erklärt wird: Ein einfacher Pfarrer, der mit dem Maserati vorfährt und den Leuten Sushi statt Hostien auf die Zunge legt! – „Das lässt sich nicht vermitteln!“. Das Kabarett nimmt Tebartz-van Elst hier nicht etwa in Schutz. Volksdampf haben eher aus Prinzip etwas dagegen, mit der Mehrheit zu schäumen. Und so stellt diese unbequeme Szene nüchtern die Frage, wo genau unter all dem Schaum eigentlich der Kamm der Welle verläuft. Volksdampf postet dem dampfenden Volk die Nebelkerzen aus. Das ist mutig.


Volksdampf verstehen sich aber auch aufs Nachtreten. Dass das leisetreterisch daherkommt, ist umso hinterhältiger. Im Konjunktiv legt Suso los: „Wenn ich sagen würde, die CDU in Baden-Württemberg ist ein korrupter, verlogener, reaktionärer Haufen...“ – und Lisa führt den Satz begütigend zu Ende: „dann wäre das ein Seitenhieb gegen eine Minderheit“. Minderheit! Ein Wort, das jede Beleidigung toppt, die man der CDU an den Kopf werfen könnte. Minderheiten brauchen Schutz, und das verträgt eine Parteispitze nicht, die immer noch glaubt, sie habe die Mehrheit im Land hinter sich und die Macht sei ihr gestohlen worden.


Eines muss man der CDU aber zugute halten: Sie merkt es, wenn man sie hintenrum in die Pfanne haut. Bei denen, die sich am rechten Rand tummeln, kann man sich da nicht sicher sein. Sie nach Parteinamen zu unterscheiden, gibt       Muffler schnell auf: „Es ist halt unmöglich, die Scheiße nach dem Gestank zu sortieren.“ Das dürften die Rechten dann verstanden haben. Viele frische Duftmarken haben Volksdampf mit „Grüße aus dem Hinterhalt“ jedenfalls gesetzt.  „Saget se an Gruaß dahoim“, ruft Reiner Muffler ganz am Ende dem angetanen Publikum entgegen. Hinterhältig klingen Mufflers Worte dabei nicht. Sie klingen einfach nur zufrieden.